Vom Verlieren im Kopf und Finden im Hier und Jetzt

Habt ihr euch mal gefragt, warum wir Menschen so oft unglücklich sind? Ich glaube, ich habe heute eine Antwort darauf gefunden: Weil wir uns in den eigentlich wichtigsten Momenten die falschen Gedanken machen.

Wie ich darauf komme? Ich war heute wieder mit dem Hund aus meiner Nachbarschaft spazieren. Während wir da so liefen, kreisten in meinem Kopf unendlich viele Gedanken: über die Zukunft, über mein Leben und darüber, was ich alles ändern kann und muss. Ich war gedanklich so weit weg, dass ich kaum dazu kam, die gemeinsame Zeit draußen einfach zu genießen.

Der Hund hingegen war völlig im Hier und Jetzt. Er hat unseren Spaziergang in vollen Zügen genossen und ist mich zwischendurch immer wieder fröhlich angesprungen. Rückblickend glaube ich fast, er wollte mich damit bewusst aus meinem Gedankenkarussell holen und mir zeigen: „Hey, ich bin hier! Genau jetzt bin ich dein Mittelpunkt. Lass den Rest mal los.“

Und ja, natürlich gibt es im Leben unzählige Momente, in denen wir uns ernsthaft Gedanken über unsere Zukunft machen müssen. Das gehört dazu. Aber es gibt eben auch diese anderen, so wertvollen Momente, die wir einfach an uns vorbeiziehen lassen, weil wir es nicht schaffen, den Kopf abzustellen und einfach nur zu genießen.

Das ist mir heute auf diesem Spaziergang – und in der langen Zeit, die hinter mir liegt – noch einmal ganz intensiv bewusst geworden.

Abendstimmung in Bayern: Zwischen Papiertonne, Putzeimer und Gefühlschaos

Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu, die Sonne senkt sich über Bayern und meine wunderschöne Stehlampe taucht das Zimmer in ein warmes, beruhigendes Licht. Eigentlich eine völlig friedliche Stimmung – wenn da nicht mein inneres Chaos wäre.

Ich bin heute emotional völlig hin- und hergerissen. Mein Tag war eine ständige Achterbahnfahrt: von schlechter Laune zu guter Laune und dann im freien Fall direkt wieder zurück zur schlechten.

Immerhin habe ich heute einen kleinen Sieg über mich selbst errungen und mich tatsächlich aufgerafft. Ich war einkaufen, habe das Altpapier weggebracht, hier drinnen aufgeräumt und sogar einmal durchgewischt. Für einen Tag, an dem die Batterie eigentlich auf Reserve läuft, ist das gar nicht mal so wenig.

Trotzdem sitze ich jetzt hier im Licht der Stehlampe und weiß nicht wirklich, wie es mir eigentlich geht. Oder wie es mir gerade gehen sollte. Es ist einfach ein seltsamer Schwebezustand am Ende eines anstrengenden Tages.

4,5 % weniger für Therapeuten – Ein Schlag ins Gesicht für alle Suchenden

st das nicht eine wunderbare Nachricht für uns alle, die händeringend eine Psychotherapie benötigen? Wir dürfen uns jetzt darüber freuen, dass Therapeuten und Ärzte – die ohnehin schon komplett überlastet sind und Wartelisten bis ins nächste Jahr haben – künftig 4,5 % weniger Geld für Kassenpatienten bekommen.

Das wird die angespannte Lage für Menschen wie mich, die verzweifelt einen Therapieplatz suchen und einfach keinen finden, ganz bestimmt massiv erleichtern. Sarkasmus Ende.

Ein herzliches „Danke für nichts“ geht an dieser Stelle raus an den GKV-Spitzenverband. Vielleicht hätte man sich dort erst einmal an die eigene Nase fassen und im eigenen Apparat schauen sollen, wo sich Gelder einsparen lassen, bevor man den Rotstift ausgerechnet bei der Versorgung der wirklich bedürftigen Menschen ansetzt.

Ganz ehrlich? Ich würde dort wahnsinnig gern mal als Einkäufer durch die Flure spazieren und mir genau ansehen, was in den letzten Monaten so alles an absolut unnötigem Zeug beschafft wurde. Oder noch besser: Ich würde mir ein paar knallharte Personaler aus der freien Wirtschaft schnappen und mit ihnen gemeinsam die internen Gehälter und Strukturen prüfen. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher: Man würde bei denen in jeder einzelnen Abteilung dieses „Unternehmens“ super einfach 4,5 % Einsparpotenzial finden.

Aber klar, unten bei den Patienten und den völlig überarbeiteten Therapeuten zu kürzen, ist natürlich der viel bequemere Weg.

Kurzes Update: Wenn gerade einfach nichts mehr geht

Ich stecke gerade offensichtlich in einer ziemlich schweren depressiven Phase. Gestern ging bei mir zum Beispiel schon ab 15 Uhr absolut gar nichts mehr. Ich bin wieder ins Bett gegangen, habe bis fast 20 Uhr durchgeschlafen, war dann kurz für drei Stunden wach und habe mich danach direkt wieder schlafen gelegt.

Mir geht es wirklich schlecht und das Frustrierende ist: Ich weiß nicht einmal genau, warum. Vielleicht liegt es daran, dass momentan gefühlt einfach nichts so klappt, wie es eigentlich sollte. Vielleicht ist es diese zermürbende Warterei, weil ich immer noch keinen positiven Bescheid für meine Reha habe. Oder es ist einfach dieser fiese Gedanke, der mich gerade wieder voll im Griff hat: Ich zweifele extrem daran, dass sich mein Leben jemals wieder richtig normalisieren wird.

Deshalb an dieser Stelle nur eine kleine Vorwarnung: Bitte nicht wundern, wenn hier in den nächsten Tagen erst einmal weniger von mir kommt. Ich muss jetzt schauen, dass ich da irgendwie durchkomme.

Zurück aus dem Tief, Gen-Z-Wahnsinn und mein morgendlicher Blutdruck

Sorry Leute, dass es hier in letzter Zeit so still um mich war. Der Tod meines Nachbarn und noch so ein paar andere private Baustellen haben mich doch mehr belastet, als ich dachte. Gestern hatte ich noch ein absolutes, totales Tief, aber heute Morgen merke ich endlich: Ich habe mich wieder einigermaßen erholt. Das ist auch gut so, denn ich habe diese Woche einiges vor und muss ein paar Dinge regeln. Ich bin einfach nur wahnsinnig froh, dass es heute wieder aufwärts geht.

Was mir beim Abschalten gerade enorm hilft? Ich habe wieder ein paar Videos von WeirD.Flex030 geschaut. Das allein bringt mich definitiv vorwärts – und ganz ehrlich: Was bin ich froh, dass ich nicht mehr auf der Suche nach einer jungen Frau bin! Was mir an der Gen Z ja ohnehin schon massiv auf die Nüsse geht, ist dieses ständige Denglish. Aber noch schlimmer ist diese Doppelmoral: Einerseits auf furchtbar stark und selbstständig machen, aber dann ganz selbstverständlich erwarten, dass der Mann das erste Kennenlern-Essen bezahlt. Und dann diese ganzen Leute, die OnlyFans als absolut normal ansehen und diese OF-Creatorinnen als Paradebeispiel für „selbstständige Frauen“ feiern. Wer sich im Netz für den Gegenwert eines halben Döners verkauft, ist in meinen Augen vor allem eins: nicht mehr ganz voll da.

Wenn ich mir diesen ganzen Wahnsinn anschaue, denke ich mir immer: So schlecht ist mein Leben ja eigentlich doch gar nicht, oder? 😊

Aber gut, nicht mehr drüber nachdenken. Das Wetter da draußen ist leider ohnehin wieder unterirdisch. Pfui, kalt und dunkel. Aber zum Glück habe ich meine Lampe mit Farbverstellung, da kann ich mir drinnen wenigstens ein schönes Wohlfühl-Licht zaubern.

Ein Blick auf die Uhr: Es ist kurz nach 7 Uhr morgens. Okay, stimmt, der Blutdruck… der liegt gerade bei 143 zu 93. Da geht definitiv noch was in die richtige Richtung, aber ich habe meine Tablette ja auch noch nicht genommen. Gestern Abend lag ich bei einem Spitzenwert von ca. 180 zu 104, konnte das aber dank meiner Medis zum Glück schnell wieder runterdrehen. Kreislauftablettchen und Venlafaxin sind jetzt eingeworfen, es sollte also gleich besser werden.

In diesem Sinne: Starten wir in den Tag. Und bei euch so?

Mail an meine Mutter von letzter Woche

Überschrift: Du sollst nur wissen, was für ein Wrack Du hinterlässt:

Ich war im Sommer das zweite Mal für 8 Wochen in eine psychatrischen Klinik und im Dezemeber bis Januar noch mal 4 Wochen. Jetzt ist eine 1 Jährige Reha geplant, inklusive einer danach folgenden Maßnahme gegen meine Belastungsstörung, weil ich niemanden mehr lieben kann, nichts fühle wenn mich jemand berührt usw. 

Das habt ihr geschaffen, ein seelisches Wrack, weil Du es weder in der Zeit geschafft hast, als der Alte mich ständig verprügelt hat, noch in der Zeit als er versucht hat Anke zu missbrauchen. Du hast einfach so weiter gemacht, mit Lügen über Lügen und nachher hieß es , Anke hätte gelogen, wir beide haben es gesehen und gehört, wie willst Du Dir das schön reden?

Heute haben Sie meinen Nachbarn abgeholt, der mit Mitte 30 eines natürlichen Todes gestorben ist. Und einen kurzen Moment habe ich gedacht, warum nicht mich? Aber dann dachte ich daran, was ich Dine versprochen habe, nur auf natürlichem Weg die Welt zu verlassen.Ich habe ihr das Versprechen beim Pneumothorax gegeben, bei dem Sie im Krankenhaus war, Du aber am Telefon sagtest: „Ich muss jetzt nicht vorbeikommen oder?“. Einen Satz den ich genauso wenig vergessen werde, wie den Satz an Nils und mich, den Du nüchtern sogar noch wiederholt hast: „Ich bin froh, das beide Steinkamps nie lebenden Nachwuchs hatten.“. Unfassbar, wie kann man als Mutter so etwas sagen zu seinen Söhnen? Nils hat es Dir ja laut Abschiedsbrief verziehen, oder hatte einfach keinen Bock mehr darüber zu diskutieren, weil er wie er es ja mal unserem Erzeuger sagte: „Eh der intelligentere von den Beiden ist.“, damals fand ich es schrecklich, heute verstehe ich in besser. 

Als ich mit den Depressionen in Berlin ins Krankenhaus kam, hattest Du es fast geschafft, dass ich auf die Geschlossene komme (heute Gesicherte) und nur dank einer jungen und sehr guten Psychologin passiert genau das nicht. Sie war es, die Dir auch sagte: „Bitte kommen Sie nicht zu Besuch!“. Unfassbar, ja DU hast finanziell alles ausgeglichen, was Du aus Liebe nicht geben kontest, aber Du hast mich kaputt gemacht. Ich konnte nie wirklich lieben, denn ich war es ja nicht gewohnt. Ich konnte keine irgendwie normale Beziehung führen, ich war nicht mal allermiert als Anke mich öfter mal verprügelt hat. Ich wars ja so gewohnt, ich kannte es nicht anders. Dich hat es einen Dreck interessiert, wie ich in Augsburg lebe, ich sollte nach Nürnberg kommen. Unfassbar und Dine hat mir den wichtigen Wink gegeben, auch zu Dir den Kontakt abzubrechen. 

Ich weiß, ihr hattet beide auch keine einfache Kindheit, aber entweder macht man es besser, oder man lässt es. Der Alte hat Dich, jedenfalls nach seinen Aussagen nach Strich und Faden betrogen und wofür? Wofür habt ihr dieses Konstrukt offen gehalten? Ich pack es nicht mehr. Und ich bin mir dessen nur wieder bewusst geworden, weil der Polizist heute sagte: „Daran sieht man wie vergänglich ein Leben ist, ich weiß es, ich bin trotz Waffe keinen Tag wirklich sicher, genießen Sie ihr Leben, in vollen Zügen.“ Und ich antwortete: „Ja den Spruch gibt es schon länger, aber dann würden sie öfter vor meiner Tür stehen.“ und er erwiderte „Ja wahrscheinlich, aber im Rahmen machen und das können Sie.“. Die beiden Polizisten (Frau und Mann) haben mehr Empathie in den vielleicht 30 Minuten die wir zusammen hatten, gezeigt, als Du im ganzen Leben. Und ja ich bin auch nicht besser, ich hätte ja mir auf die Zunge beissen können, will ich aber nicht, ich schrei raus was mir nicht passt. Gerade kam per Amazon Music: „All for One“ und ich musste dran denken, wie ich die erste große Liebe verloren hatte, deine einzige Antwort: „Andere Mütter haben auch schöne Töchter…“…

Ich wünsche mir, dass Du das hier auch dem Alten vorließt, falls beide noch leben, weiß ich ja nicht. Ich vergesse nie wie er mich in Nürnberg unbedingt entjungfern wollte und im Puff ne Nutte für mich kaufen wollte. Oh Gott, ich war bis heute nicht bei einer, habe nie dafür bezahlt. Und das Beinndruckende, Herr Voss sagte gleich: Lass ihn doch wenn er nicht möchte. 

Danke für nichts in meinem Leben und ich wäre heute nicht da, wo ich bin, wenn ihr nicht so viele Fehler gemacht hättet. Dörte war doch eine Totgeburt, warum musstet ihr noch unbedingt mich erschaffen? Ich habe Euch nicht drum gebeten, also versteht auch, dass ich mehr als Kritik übe.

Der erzeugte Fehler Ole