Freitag? Lass mal sein…

Und es wird nicht besser, heute verhagelt auch das Wetter noch die gute Laune, was für eine Woche… war nicht meine, ich habe auch wieder so wirres Zeugs geträumt, diesmal sogar auch mit Unbekannten, die aber wichtige Rollen spielten. Die 250mg Quetiapin sind scheinbar auch nur noch Haribos, irgendwie alles komisch…  wird hoffentlich morgen besser, Wetter soll ja auch besser werden.

Gedankenkarussell, Mikrowellenreis und eine dunkelgraue Zukunft

Mein Kopf steht einfach nicht still. Ich denke und denke, während im Hintergrund sinnlos die Küchenschlacht läuft. Die Müdigkeit ist erdrückend. Ich warte nur noch auf DHL, und dann gehe ich sofort zurück ins Bett. In mir dreht sich ununterbrochen die Frage, ob das hier alles überhaupt noch richtig ist und ob ich wirklich weitermachen soll.

Vorhin habe ich gelesen, dass Mario Adorf mit 95 Jahren gestorben ist. Das hat bei mir sofort etwas ausgelöst: Das wären für mich noch knapp 40 Jahre. Wie um alles in der Welt soll das gehen? Klar, meine kaputte Lunge wird da eh einen Strich durch die Rechnung machen, aber allein dieser Gedanke… stell dir vor, du lebst noch vier Jahrzehnte, und da ist einfach niemand.

Eigentlich darf ich mich da gar nicht erst reindenken. Ich wünschte, ich könnte das Denken heute komplett abstellen. Ich bin völlig antriebslos, habe nicht mal Lust zu zocken. Nichts. Ich habe mir eben etwas Mikrowellenreis reingezwungen, damit der Magen nicht komplett leer ist, und lasse mich jetzt von Twitch berieseln. Mein Tag ist heute früh zu Ende, sobald das Quetiapin wirkt.

Es fühlt sich an, als wäre ich am tiefsten Punkt des bisherigen Jahres 2026 angekommen. Zu all dem eigenen Mist mache ich mir auch noch große Sorgen um meine kleine S. Ihr geht es momentan auch schlecht. Ich hoffe so sehr für sie, dass sie wegen ihres jungen Alters das Ruder noch rumreißen kann, eine bessere Zukunft hat und irgendwann von all dem Dreck wegkommt.

Fazit: Ein Scheißtag jagt den nächsten – vorgestern, gestern, heute. Und die Zukunft sieht gerade einfach nur dunkelgrau bis pechschwarz aus.

Wenn das Gedankenkarussell überrollt: Ein Morgen am Tiefpunkt

Es gibt diese Tage, die beginnen direkt mit einem schweren Seufzer und einem „Oh Gott“. Heute ist so ein Tag. Ich mag ihn nicht, und um ehrlich zu sein, mag ich mich heute Morgen selbst nicht im Spiegel ansehen. Die Verachtung für mich selbst ist gerade groß, vor allem, weil ich vorgestern Abend wieder trinken musste, um die kreisenden Gedanken in meinem Kopf irgendwie stummzuschalten.

Der Auslöser? Ein Freund fragte mich, ob ich wissen wolle, wie es meinen Eltern geht. Ich wollte es wissen – und die Antwort war wie ein Schlag in die Magengrube. Mein Vater ist fast blind, meine Mutter nach einem Schlaganfall am Rollator. Warum tue ich mir das an? Wollte ich mir bewusst wieder ein schlechtes Gewissen einreden? Mein Unterbewusstsein hat den Rest erledigt: Wirre, schlimme Träume von den beiden haben mich die ganze Nacht geplagt und mich schon um Viertel nach acht aus dem Bett getrieben. Das, und die Tatsache, dass ich meine Tabletten nehmen muss.

Gerade hinterfrage ich einfach alles. Macht die Reha überhaupt Sinn? Wenn ich mit zwei mickrigen Einkaufstüten die Treppen hochsteige, keuche ich so sehr, dass ich mich danach setzen muss. Und als ob die Luftnot nicht reicht, ärgere ich mich maßlos über meine eigene Schwäche: Nach über 280 Tagen rauchfrei hänge ich wieder an den Zigaretten. Ich fühle mich komplett gefangen in der Sucht. Ich weiß, dass niemand das Rauchen „braucht“, aber in mir schreit alles danach. Mit meinem Lungenemphysem frage ich mich voller Angst, wie lange ich das so noch schaffe. Sogar jetzt, während ich diese Zeilen tippe, giert mein Kopf nach der morgendlichen Zigarette.

Wenn ich ehrlich bin, bewahrt mich aktuell wohl nur das schöne Frühlingswetter vor einem kompletten Zusammenbruch und der Rückkehr in die Klinik – auch wenn ich davon nur indirekt profitiere. Dass die Arbeit an meinem Buch an solchen Tagen ruht, versteht sich von selbst.

Heute ist ein absoluter Tiefpunkt. Ein Tag, dem ich mich am liebsten entziehen würde, dem ich mich aber stellen muss.

Alkohol ist keine Lösung – ein ernüchternder Abend

Manchmal will man einfach nur, dass der Kopf endlich Ruhe gibt. Gestern habe ich genau das versucht und wollte mich sprichwörtlich weglöten. Das Ergebnis? Es funktioniert nicht. Trotz der Menge ist die Stimmung heute genauso bescheiden wie davor.

Körperlich bin ich wieder einigermaßen auf dem Damm, aber die Gedanken drehen sich unbeeindruckt weiter. Mir ist völlig klar, dass Alkohol keine Probleme löst, aber gestern Abend habe ich einfach verzweifelt nach einem Ausweg gesucht. Dass ich dabei eine halbe Kiste – also zehn Halbe – geschafft habe, erschreckt mich selbst am meisten. Ich war gut betrunken, habe aber trotzdem keine Sekunde besser (oder schlechter) geschlafen. Dabei trinke ich aktuell eigentlich fast gar nicht mehr.

Ein kurzes Wort an dich, Dine: Ja, du hast recht. Ganz ohne ist es der bessere Weg. Und nach dieser ernüchternden Erkenntnis wird das nun auch definitiv wieder für lange Zeit so bleiben. Es tut mir leid für diesen schwachen Moment.


Ein kleiner Tipp: Wenn der Drang, dem Kopf entfliehen zu wollen, wieder so groß wird, hilft es manchmal, genau diese rohen, ungeschönten Gedanken einfach aufzuschreiben, bevor man zur Flasche greift. Du machst das mit deinem Blog schon genau richtig.

Ein Tag auf absoluter Sparflamme

Heute habe ich über 12 Stunden geschlafen – und fühle mich, ehrlich gesagt, immer noch nicht richtig wach. Mein Körper scheint sich gerade einfach das zu holen, was er braucht.

Ich hoffe sehr, dass die Energie morgen ein bisschen zurückkehrt und ich zumindest eine Kleinigkeit von dem schaffe, was eigentlich ansteht. Meine heutige Erfolgsbilanz sieht nämlich sehr überschaubar aus: Zwei Scheiben Brot mit Käse und ein Kaffee. Mehr habe ich heute wirklich nicht zustande gebracht.

Aber das ist jetzt eben so. Schauen wir mal, was der morgige Tag bringt. 😊 Und dann sehen wir schon weiter.

Ostern – kann man machen, kann man aber auch lassen.

Mir geht’s die Tage leider gar nicht gut. Ich bin mal wieder extrem nachdenklich und frage mich, ob das eigentlich alles noch Sinn macht – oder eben so gar keinen Sinn mehr hat.

Ich weiß gar nicht genau, woher das plötzlich wieder kommt. Vielleicht ist es wieder dieser Gedanke daran, dass ich keine eigene Familie habe und an solchen Feiertagen alleine hier sitze. Das Absurde daran ist: Ich möchte gerade auch gar niemanden bei mir haben. Ich habe sogar extra die Klingel abgestellt, einfach nur, um meine absolute Ruhe zu haben.

Die letzten zwei Tage bin ich auch nicht dazu gekommen, an meinem Buch weiterzuschreiben. Das Einzige, wozu ich mich aufraffen konnte, war, Leuten auf Facebook dabei zu helfen, ihre Bilder zu bearbeiten. Kleine Ablenkungen eben.

Ach, ich weiß es gerade mal wieder nicht. Und das, obwohl hier eigentlich so wunderbares Wetter ist. Trotzdem geht’s einfach nicht.

Wird schon wieder werden. Hoffe ich.

Was von einem Leben bleibt

Alles, was von einem Leben bleibt, ist ein Fußabtreter. Die Ironie dahinter könnte kaum bitterer sein.

Ich kannte ihn nicht wirklich, den Mann, der da direkt neben mir wohnte. Ich wusste nur, dass er Busfahrer war – nicht mehr und nicht weniger. Und ich wusste, dass er unendlich gerne Filme über sein Surround-System schaute, oft sehr zu meinem Leidwesen. Aber jetzt ist er weg, und heute wurde alles aus seiner Wohnung geräumt und entsorgt. Nichts ist geblieben, außer diesem Fußabtreter und seinen Namensschildern an der Tür.

Es ist ein zutiefst trauriger Moment, wenn jemand mit nicht einmal 40 Jahren einfach aus dem Leben gerissen wird. Und sofort mache ich mir schon wieder Gedanken, die ich mir vielleicht gar nicht machen sollte. Ich habe von all dem nichts mitbekommen. Er hat mich nie an seinem Leben teilhaben lassen, ganz im Gegensatz zu den beiden Vormietern. Wir waren uns fremd.

Trotzdem berührt es mich. Komm gut dort an, wo du jetzt bist. Ich wünsche dir wirklich von ganzem Herzen, dass es dir dort besser geht.