Wenn ich auf dieses Jahr schaue, muss ich eigentlich Ende 2024 beginnen. Am 8. Dezember ging nichts mehr: Krankmeldung. Zu den „normalen“ Depressionen gesellten sich massive Existenzängste. Mein Ego, ohnehin nie klein, lag am Boden. Ich fühlte mich wie ein Versager auf ganzer Linie. Der Tiefpunkt war der 10. Dezember 2024. Als ich mich dabei ertappte, nach Orten zu suchen, wo man ein Auto sicher um einen Baum wickeln kann, war klar: Lange geht das nicht mehr gut.
Erschwerend kam eine absolut unfähige Psychologin vor Ort hinzu. Wie die an ihren Titel gekommen ist – sicher nicht durch Können. Trotzdem habe ich mich irgendwie durchgeschleppt, Probleme gelöst, funktioniert. Bis zum 30.06.2025. Da wies ich mich selbst in die Klinik ein. Der Grund? Ein Versprechen. Ich hatte meinem liebsten Dinchen nach meiner Pneumothorax-OP geschworen: Ich verlasse diese Welt nur auf natürlichem Wege. Auch wenn wir uns gerade erst wieder neu kennenlernten – dieses Versprechen war mein Anker.
Die 8 Wochen im Sommer waren wichtig. VR-Therapie gegen die Sozialphobie, Spieleabende, ein gutes Team. Jetzt bin ich wieder hier. Die Umgebung ist rauer geworden. Mitpatienten, die Frauen schlagen, Tiere quälen oder ein „Nein“ nicht akzeptieren, machen es mir schwer, ruhig zu bleiben. Aber: Es gibt einen wunderschönen Lichtblick. Ich glaube, mir hat noch nie jemand so tief in die Augen gesehen wie jetzt.
Mit diesem Gefühl schaue ich auf 2026. Bitte bring mich weiter. Danke.
Ein ganz großes Danke geht an Dine, Danny, Sabse, Julia, Stephan, Mattis, Bella Donna, Jehona, Isabella, Robert, Thomas, Sonja, Selina Kübra und Gülay. Und dem wundervollen neuen Menschen 🙂
Die Reihenfolge hat nichts mit der Wichtigkeit der Personen zu tun. Und ein großes Danke an das gesamte Team vom BKH Augsburg.