st das nicht eine wunderbare Nachricht für uns alle, die händeringend eine Psychotherapie benötigen? Wir dürfen uns jetzt darüber freuen, dass Therapeuten und Ärzte – die ohnehin schon komplett überlastet sind und Wartelisten bis ins nächste Jahr haben – künftig 4,5 % weniger Geld für Kassenpatienten bekommen.
Das wird die angespannte Lage für Menschen wie mich, die verzweifelt einen Therapieplatz suchen und einfach keinen finden, ganz bestimmt massiv erleichtern. Sarkasmus Ende.
Ein herzliches „Danke für nichts“ geht an dieser Stelle raus an den GKV-Spitzenverband. Vielleicht hätte man sich dort erst einmal an die eigene Nase fassen und im eigenen Apparat schauen sollen, wo sich Gelder einsparen lassen, bevor man den Rotstift ausgerechnet bei der Versorgung der wirklich bedürftigen Menschen ansetzt.
Ganz ehrlich? Ich würde dort wahnsinnig gern mal als Einkäufer durch die Flure spazieren und mir genau ansehen, was in den letzten Monaten so alles an absolut unnötigem Zeug beschafft wurde. Oder noch besser: Ich würde mir ein paar knallharte Personaler aus der freien Wirtschaft schnappen und mit ihnen gemeinsam die internen Gehälter und Strukturen prüfen. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher: Man würde bei denen in jeder einzelnen Abteilung dieses „Unternehmens“ super einfach 4,5 % Einsparpotenzial finden.
Aber klar, unten bei den Patienten und den völlig überarbeiteten Therapeuten zu kürzen, ist natürlich der viel bequemere Weg.