Heute bleibt die Kamera aus. Der Stream fällt flach. Warum? Weil ich denke. Zu viel. Es ist absurd: Da passiert mal was Nettes, ein Flirt, Nummern werden getauscht – und ich bremse. „Nicht heute“. Weil ich nicht kann. Weil ich nicht bereit bin. Selbst den nächtlichen Besuch habe ich abgesagt.
Die letzten Tage waren eine Lehrstunde in Sachen Menschheit. Lektion 1: Es gibt Menschen, die deine Aufmerksamkeit nicht wert sind. Lügner, Heuchler, charakterliche Nullen. Ihr dachtet, ihr gebt mir den Rest? Träumt weiter. Ihr seid irrelevant. Lektion 2: Die wirklich wertvollen Menschen trifft man oft da, wo man es nicht erwartet. Hier auf Station. Menschen, die sich stützen, statt sich auszunehmen. Ich sorge mich jetzt schon um sie, wenn ich nächste Woche gehe. Meine liebe C., die verrückte M., der super nette M., der liebe T., so viele Charaktere, die man einfach nur lieb haben muss. Und dazu die Truppe aus der Sommergruppe, so schön anders alle und so schön, dass es euch gibt. Alle!
Sogar Alpha Kevin werde ich irgendwie vermissen. Er wandelt zwar ständig am Abgrund und nervt, aber er ist echt. Anders als Mrs. Sabbel, die heute Morgen zum Glück mal die Klappe gehalten hat. Mein Fazit bisher: Ich bin weiter unten denn je. 2026 fühlt sich an wie ein schlechter Witz. Ich hoffe, ich kann diesen Hass auf das Jahr noch ablegen, wie damals 2015. Aber heute? Heute bin ich einfach nur kaputt. Danke an den kleinen Kreis echter Freunde. Ihr seid der Anker. Der Rest ist Treibgut.