RTL hat es wieder geschafft. Im tiefsten Sumpf des Unterschichten-Fernsehens krönt man einen Mann zum König, der eigentlich in der öffentlichen Versenkung hätte verschwinden müssen. Aber für die Quote verkauft man dort bekanntlich alles – auch den letzten Rest Anstand. Gil Ofarim geht als Sieger aus dem Dschungel. Ein Mann, der dafür gesorgt hat, dass ein Hotelmitarbeiter (Markus W.) den Horror seines Lebens durchmachen musste. Ofarim behauptete wider besseres Wissen, antisemitisch beleidigt worden zu sein – offensichtlich, um seine damals mäßig laufende Karriere zu pushen. Das Ergebnis? Ein Geständnis, weil die Beweise erdrückend waren, und lächerliche 10.000 Euro Schmerzensgeld. Und jetzt? Jetzt inszeniert er sich als Opfer. Ja, er ist ein Opfer – seiner eigenen massiven Dummheit. Es gibt keinen Maulkorb, er darf nur nicht weiter lügen. Aber das Schlimmste ist nicht RTL. Das Schlimmste sind die Zuschauer. Wer dort anruft und Geld bezahlt, um dieses Individuum zu krönen, beweist eindrucksvoll, wie kaputt der moralische Kompass in diesem Land ist. Wenn ich mir die Wahlergebnisse der AfD ansehe und dann dieses Voting, wird mir klar: Ein erschreckend großer Teil unseres Volkes ist einfach komplett verloren. Ofarim steht ganz oben auf meiner Liste der Menschen, denen ich meine absolute Verachtung direkt ins Gesicht spucken würde, wenn ich sie treffe. Konsequenzen egal. Die Liste ist lang, aber er hat sich den Spitzenplatz redlich verdient.
Und ich versichere, ich habe nicht eine Folge Dschungel gesehen, mir reicht die dauernde, ungewollte Beschallung in jeglichen Medien.