Gedankenkarussell, Mikrowellenreis und eine dunkelgraue Zukunft

Mein Kopf steht einfach nicht still. Ich denke und denke, während im Hintergrund sinnlos die Küchenschlacht läuft. Die Müdigkeit ist erdrückend. Ich warte nur noch auf DHL, und dann gehe ich sofort zurück ins Bett. In mir dreht sich ununterbrochen die Frage, ob das hier alles überhaupt noch richtig ist und ob ich wirklich weitermachen soll.

Vorhin habe ich gelesen, dass Mario Adorf mit 95 Jahren gestorben ist. Das hat bei mir sofort etwas ausgelöst: Das wären für mich noch knapp 40 Jahre. Wie um alles in der Welt soll das gehen? Klar, meine kaputte Lunge wird da eh einen Strich durch die Rechnung machen, aber allein dieser Gedanke… stell dir vor, du lebst noch vier Jahrzehnte, und da ist einfach niemand.

Eigentlich darf ich mich da gar nicht erst reindenken. Ich wünschte, ich könnte das Denken heute komplett abstellen. Ich bin völlig antriebslos, habe nicht mal Lust zu zocken. Nichts. Ich habe mir eben etwas Mikrowellenreis reingezwungen, damit der Magen nicht komplett leer ist, und lasse mich jetzt von Twitch berieseln. Mein Tag ist heute früh zu Ende, sobald das Quetiapin wirkt.

Es fühlt sich an, als wäre ich am tiefsten Punkt des bisherigen Jahres 2026 angekommen. Zu all dem eigenen Mist mache ich mir auch noch große Sorgen um meine kleine S. Ihr geht es momentan auch schlecht. Ich hoffe so sehr für sie, dass sie wegen ihres jungen Alters das Ruder noch rumreißen kann, eine bessere Zukunft hat und irgendwann von all dem Dreck wegkommt.

Fazit: Ein Scheißtag jagt den nächsten – vorgestern, gestern, heute. Und die Zukunft sieht gerade einfach nur dunkelgrau bis pechschwarz aus.

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