Der „PayPal-Button“ für Gefühle (oder: Warum Vergessen nicht so einfach ist)

„Schlag sie dir aus dem Kopf.“

Diesen Satz schrieb mir ein Bekannter heute. Ich musste fast lachen. Klar, dachte ich. Ist ja total einfach. Gefühle haben ja bekanntlich diese praktischen kleinen Schalter, die man einfach umlegen kann. Klick – und alles ist weg. Das funktioniert ungefähr so reibungslos wie das Bezahlen mit PayPal … NICHT!

Wenn es doch nur so leicht wäre. Aber ich werde diese Blicke nie vergessen. Und nein, ich habe mir das nicht eingebildet – es haben sogar andere deutlich bemerkt. Da ist immer noch so viel: dieser Beschützerinstinkt und diese massive Neugier auf einen Menschen, der mich wirklich fasziniert.

Warum ich nicht loslassen kann? Weil ich glaube, dass sie ein ganz wundervoller Mensch ist. Jemand, mit dem man lachen kann, Nächte durchquatschen, einfach eine verdammt gute Zeit haben. Klingt komisch? Ist aber so.

Ich fühle das einfach. Und wenn das Schicksal mir schon solche Hammerschläge verpasst, dann will ich dem Schicksal auch mal glauben. Schlimmer werden kann es ja schließlich nicht.

Nichts fasziniert uns mehr, als was uns irritiert.

Die Willkür

Die Ambivalenz

Die doppelte Botschaft

Die Logik, des scheinbar Unlogischen.

Gott ist nicht begreifbar und wer nicht begreifbar ist, ist Gott.

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