Ich habe fertig (Teil 2 & 3) – Ein Unikat und ein Ultimatum

Es ist vollbracht. Das Kreuz ist fertig. Ein Unikat, gefertigt von meinen eigenen, unruhigen Händen. Ich werde es in Ehren halten – als Mahnmal. Entweder als Erinnerung an den Menschen, der mir zeigte, dass ich noch fähig bin, Liebe zu spüren. Oder als stiller Platzhalter für den Moment, in dem dieser Mensch vielleicht doch seinen Fehler erkennt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich qualvoll langsam.

Weniger Hoffnung macht mir die Chefarzt-Visite. Der Countdown läuft: Bis kommenden Mittwoch darf ich noch Gast in diesem Etablissement sein. Alternativen? Keine. Dass ich draußen keine Therapeutin finde, die meine Sozialphobie nicht triggert? Egal. Das wird einfach ignoriert. Die Bilanz dieser „Behandlung“: Nach exakt zwei persönlichen Therapiestunden heißt es: Ab nach Hause. Zu den Panikattacken, vor denen ich gewarnt habe. Klingt komisch? Ist aber so. Das ist der Peter Lustig der Psychiatrie.

Jetzt höre ich Peter Gabriel, „Signal to noise“, und starre ins Leere. Weder vor noch zurück. Ich habe keinen Plan, keine Ahnung. Vielleicht geht es irgendwie weiter. Vielleicht auch nicht. Das Kreuz steht, der Rest fällt.

Eine der besten Versionen ever davon….

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