Mein Bruder und ich. Fünf Jahre Unterschied. Zu viel, um damals eine Einheit zu sein. Ich wollte ihm nachzueifern, aber ich war immer das Kind, er der Jugendliche, der junge Mann. Wir waren zu verschieden.
Heute sehe ich diese Unterschiede noch schärfer: Er hatte Ziele, er hatte Erfolg. Ich habe das Gefühl, seit meiner Zeit in der Werbung nur abgebaut zu haben. Ihn hat die MS körperlich zerstört. Mich zerstören die Depressionen seelisch. Er hat 2012 den ultimativen Schlussstrich gezogen. Selbstbestimmt, angekündigt, konsequent. Bevor die Krankheit ihm die Würde nehmen konnte, ging er. Ich bewundere ihn für diese Härte, für diese absolute Klarheit.
In meinen dunkelsten Momenten spiele ich dieses Gedankenspiel: Was wäre, wenn ich tauschen könnte? Ich würde ihm mein Leben hinhalten. Ich suche ohnehin gerade nach dem Sinn darin. Was würde er antworten? Würde er zugreifen, um weiterzuleben? Oder würde er mich anschauen, mit dieser Zielstrebigkeit von damals, und sagen: „Behalt es. Es ist deins. Kämpf dafür.“?
Es ist eine Frage an einen Geist. Eine Antwort, die ich nie erhalten werde. Es bleibt nur die Stille – und dieser Platzhalter in meinem Kopf.
Statusbericht, Abend 2: Mein Schlafdefizit ist massiv. Mein Zimmergenosse sägt nachts ganze Urwälder ab – 04:30 Uhr war mein letzter bewusster Blick auf die Uhr.
Tagsüber geht der Terror weiter, nur verbal. Er ist der klassische „Man darf ja nichts mehr sagen“-Verfechter, der jede Stille mit ungefragten Vorträgen über Nationalstolz füllt. Er versteht das Konzept von Privatsphäre oder Kopfhörern nicht. Newsflash: In Deutschland darf man alles sagen. Man muss nur damit leben, dass das Gegenüber (ich) das Gesagte für absoluten Schwachsinn hält. Meinungsfreiheit schützt nicht vor Widerspruch.
Ich muss mich extrem zusammenreißen und abgrenzen. Der Gedanke an eine kreative Nutzung des Kopfkissens zur Lärmbekämpfung ist zwar präsent, wird aber (selbstverständlich!) nicht in die Tat umgesetzt. Ich bin ja hier, um gesund zu werden, nicht um straffällig zu werden.
Spannender Kontrast dazu: Eine junge Patientin mit Autismus, die mich völlig überrascht hat. Sie passt in kein Klischee und zeigt mir, wie vielfältig Wahrnehmung sein kann – ganz ohne politisches Geschwurbel.
Dazu passt der Soundtrack in meinem Kopf: „Zum Geläut“ von Clowns & Helden. Erschreckend zeitlos. Mein Kopf ist Chaos, alles dreht sich. Ich hoffe, die zweite Nacht wird ruhiger. Oder zumindest politisch korrekter.
Nachdem ich den beklemmenden Beitrag über häusliche Gewalt gegen Männer gesehen hatte, versprach ich meiner Therapeutin, aktiv die schönen Momente aus meinem Leben und meiner Jugend zu suchen. Es war eine Übung im bewussten Gegensteuern. Und ich wurde fündig.
Hier sind sie, so wie sie mir in den Sinn kamen – ungefiltert, nicht chronologisch, aber immer noch kristallklar.
Der allererste Blitzschlag
Ich war zarte 12 Jahre alt. Der erste superkurze Kuss mit Annabelle, der Nachbarstochter. Oh Gott, war das aufregend! Wir waren beide danach komplett verlegen. Ein wunderschöner, unvergesslicher Moment, der die Pubertät einläutete, wie ein leiser Gongschlag.
Der Metal-Riese und die Mailbox-Revolution
Dann bekam ich ihn: Meinen Amiga, mein erster eigener Heim-PC, und dazu das erste Modem. Damals gab es kein „Internet“, sondern Mailboxen – digitale Knotenpunkte, auf denen man sich einloggte und Nachrichten austauschte. Über eine solche Box hatte ich Kontakt zu Jörg, der in Lohbrügge wohnte, ich in Bergedorf.
Ich brauchte Hilfe bei einem Problem und bat ihn vorbeizukommen. Mein Vater öffnete die Tür. Er wusste, dass ich Besuch erwartete, aber nicht, wer. Digicams oder Handys? Fehlanzeige.
Vor ihm stand ein knapp 1,90 Meter großer Metaler, mit langen Haaren und Tattoos, der freundlich fragte: „Ist Ole da?“
Mein Vater, der gerade seinen Spruch „Wir kaufen nix“ anbringen wollte, verstummte im Schock über die Erscheinung. Ich erinnere mich nicht mehr an Jörgs Online-Namen, meiner war ConnerMacleod (vom Clan der Macleod, geboren 1518 im Dorf von Glenfinnen, an den Ufern des Loch Shiel – Ehrensache!). Ein anderer Kumpel aus der Zeit hieß nur JohnPlayerSpecial. Lange Zeit meine Lieblingszigarettenmarke, als es noch die schwarzen Schachteln gab.
Wir erlebten so viel. Den Beinahe-Zusammenstoß am Berliner Tor mit einem Polizeiwagen, der ohne Blaulicht und Martinshorn über die Kreuzung düste. Oder der Abend, als Jörgs Freundin heimlich ausgezogen war und die Wohnung fast leer stand. Trotz fehlender Handys schafften wir das: „Okay, normal 15 Minuten zu Dir, ich brauche 8…“ Ich brauchte real 5. Und nein, darüber diskutiere ich nicht. 😉
Die charmantesten Verkehrsverstöße
Mit Matze (Matthias) und Thomas kamen unvergessliche Abende in Hamburg, oft im Picken Pack, einer der geilsten Kneipen in der Schanze.
Einmal fuhren wir nachts um 4 Uhr heim. Es gab eine Abbiegung, die locker 10 Minuten Weg verkürzte, aber ein Linksabbiegeverbot hatte. Straße komplett leer, ich stehe da mit Blinker links. Auf einmal hören wir von draußen: „Nanana, wer will denn da links abbiegen…“ Ein Blick in den Rückspiegel: Polizei. Sie stellten sich neben uns und fuhren so langsam mit, bis wir links abbiegen durften. Sie lachten dabei. Kein Drama, kein Ticket, keine Alkoholkontrolle. Einfach nur eine humorvolle Lektion.
Die perfekte Starthilfe für die Liebe
Mit meinem besten Freund war ich unterwegs, er sah eine hübsche Frau. Ich stachelte ihn an: „Nächste Ampel steigst du aus und gibst ihr deine Visitenkarte.“ Er war verzweifelt: „Das wird nie was, die meldet sich nie…“
Er flirtete noch etwas mit ihr. Als sie an der roten Ampel links abbiegen wollte, hörte ich nur: „Festhalten.“
Er fuhr ihr an der Ampel absichtlich hinten rein. Mit dem Auto seiner Mutter, das noch keine vier Wochen alt war. So ergab sich die perfekte Liebesgeschichte. Gestanden haben wir ihr diesen kleinen Stunt erst auf der Hochzeit. Sie war nicht böse.
Der Promille-Wettkampf auf der Wache
Einmal waren Matze und ich im Sommer unterwegs. In der Jugendherberge Hamburger Hafen lernten wir zwei supernette Französinnen kennen. Mit den vieren in der City was trinken. Dann wollten wir den Ort wechseln.
Plötzlich Matze: „Scheiße!“, ich: „Was?“, er: „Die Bullen!“, ich: „Nein!“, er: „Doch!“, ich: „Scheiße!“. Ohne Absprache zogen wir eine Blues-Brothers-Einlage ab.
Man hielt uns an. Damals gab es beim Pusten noch Farbanzeigen. Der Polizist fragte: „Sie haben einen Führerschein?“, Ich: „Klar.“, er: „Dann folgen Sie uns.“
Ich versuchte mit meinem 50-PS-Fiesta einem 115-PS-Omega zu folgen, der es sichtlich genoss, uns zu jagen. Vor der Wache sagte der Polizist nur: „Sie fahren ja auch recht flott…“ Ich: „Ich musste hinterherkommen, wusste ja nicht wohin.“ Antwort: „Reinkommen, Alkoholkontrolle.“
Matze kam triumphierend wieder: „Strike! 0,78 Promille… ätsche!“ Dann war ich dran. Ich kam heraus und rief: „Winner! 0,79 Promille!“
Damals musste man deswegen noch nicht zur Blutprobe. Wir wurden darauf hingewiesen, dass unser Kennzeichen jetzt auf der Liste steht. Wir kamen raus, die beiden Frauen waren noch da. Eine sagte: „Wieso habt ihr denn nichts gesagt? Ich trinke ja keinen Alkohol, und ich habe einen Führerschein!“ Wir brachen zusammen vor Lachen, die Polizisten guckten verwirrt aus dem Fenster, begriffen aber nichts.
Danach ist sie gefahren, und wir haben erstmal am Elbstrand noch zwei Bier und zwei Kurze gekippt und einen durchgezogen.
Triggerwarnung:Der folgende Beitrag thematisiert schwere häusliche Gewalt (physisch und psychisch), Missbrauch und Depressionen. Wer mit diesen Themen nicht umgehen kann oder selbst akut betroffen ist, sollte diesen Beitrag bitte nicht lesen oder nur mit Vorsicht konsumieren.
Ich bin neulich durch Zufall auf YouTube auf ein Video gestoßen, das mich eiskalt erwischt hat. Eine wichtige Bitte vorweg: Schaut euch das Video wirklich nur an, wenn ihr stabil seid und es vertragt.
Als ich meiner Therapiebegleitung davon erzählte, fragte sie mich sofort: „Wie willst du das danach verarbeiten?“, da ich selbst Opfer bin. Meine Antwort war: Ich werde mich danach bewusst an schöne Dinge erinnern. Ich werde jeden positiven Moment suchen. Wenn ihr dazu nicht in der Lage seid: Bitte schaut das Video nicht und lest auch hier nicht weiter.
Das Erbe der Gewalt
Ich stehe dazu: Ich wurde nicht nur Opfer häuslicher Gewalt durch meinen Vater. Ein Mann, der seine Brutalität mit „Erziehung“ rechtfertigte und es tatsächlich schaffte, das Weinen aus mir herauszuprügeln. Denn Männer machen sowas ja nicht. Männer weinen nicht.
Das Tragische daran ist, dass man oft genau das sucht, was man kennt. Das Vertraute, selbst wenn es schrecklich ist. Und so suchte ich mir eine Partnerin, die ihm in vielen Dingen erschreckend ähnlich war.
Die Warnzeichen am Tegeler See
Es begann schon früh, noch bevor wir überhaupt zusammenlebten. Wenn sie alkoholisiert war, flogen Gegenstände. Es gab Ohrfeigen. Streit in Reinkultur – laut, schmerzhaft, physisch. Sie boxte, sie stellte sich mir in den Weg.
Einmal war es so schlimm, dass ich fliehen musste. Ich verbrachte eine Nacht am Tegeler See, weil die Cousine meines Vaters, bei der ich unterkommen wollte, nicht da war. Das erste Mal in meinem Leben schlief ich unter freiem Himmel. Und trotzdem ging ich zurück. Ich ließ mich einlullen von dem typischen Versprechen: „Das kommt nie wieder vor. Das wird nie wieder passieren.“
Ich sah es nicht als die Warnung, die es war. Stattdessen zog ich mit ihr zusammen.
Ein Leben voller Lügen und Narzissmus
Mit dem Zusammenziehen veränderten sich die Entschuldigungen. Sie wurden seltener. Dafür nahmen die Lügen zu. Lügen darüber, wo sie war. Dass sie eine Scheinehe geführt hatte, um Geld zu verdienen. Dass immer noch Kontakt zum Ex bestand. Jede einzelne dieser Lügen hätte reichen müssen, um die Reißleine zu ziehen.
Aber ich blieb. Warum? Weil sie es mit ihrem grenzenlosen Narzissmus schaffte, alles an mir kleinzureden. Sie gab mir das Gefühl, ein Niemand zu sein, nie etwas geleistet zu haben. Ihre manipulative Art war so perfekt, dass ich oft gar nicht merkte, was mit mir passierte.
Ich habe mich in all den Jahren genau zwei Mal gewehrt. Einmal schubste ich sie, wobei sie sich eine Schramme an einer Tischplatte holte. Das andere Mal wehrte ich mich körperlich. Das Ergebnis: Sie hatte ein leicht blaues Auge. Aber meine unzähligen blauen Flecken? Die wollte ihre Mutter natürlich nicht sehen. Schuld war wieder ich. Sie nutzte diese zwei Momente immer wieder als Argument: Sie müsse mir ja „vorbeugen“. Deshalb schlug sie mich. Immer so, dass es niemand sehen konnte, im T-Shirt-Bereich.
Ihre Depressionen wurden schlimmer, und Sätze wie „Ohne die 5 Bier am Abend ertrage ich mein Leben nicht“ ließen tief blicken. Damals war ich noch nicht depressiv. Ich funktionierte, selbst als mein Vater versuchte, sie einen Tag vor Heiligabend zu missbrauchen – und ich auch dafür noch büßen musste.
Der lange Absprung
2009 schaffte ich den ersten räumlichen Absprung. Doch wenn ich sie besuchte und spürte, dass ihre Depressionen wieder da waren, drehte ich mich oft direkt auf der Schwelle um und fuhr wieder heim. Es gab Phasen, da wurde es besser, vielleicht für ein halbes Jahr. Die körperlichen Attacken wichen psychischen Angriffen. Ich litt unter ihrem Frust.
2012 endete dieses Joch endlich. Nachdem ich herausfand, dass sie mich mit zwei anderen Typen betrog, war alles für mich vorbei. Selbst als ich meine Sachen abholte und ihr ins Gesicht sagte, dass ich es wüsste, log sie weiter – während einer der beiden oben in ihrer Wohnung saß.
Die Stille danach und der Absturz
Nach der Trennung fiel ich in ein Extrem. Ich hatte plötzlich Zeit. Schon am zweiten Abend hatte ich wieder ein Date. Ich hatte sehr viel Spaß in Berlin. Man könnte sagen, ich habe „rumgehurt“. Aber ich war dabei immer ehrlich. Ich sagte offen, was es für mich bedeutet und dass ich nicht mehr will.
Unvergessen der Moment, als der Empfang in meinem Büro anrief: „Ihre Tochter wartet hier.“ Es war nicht meine Tochter. Es war eine 19-Jährige – die Jüngste in dieser ganzen Zeit. Sie hatte mich angesprochen, und ich hatte nicht nein gesagt. Wir haben die zwei Monate genossen, beide.
Aber wie es oft ist, wenn man zur Ruhe kommt: Die Gedanken holen dich ein. Man denkt darüber nach, was man erreicht hat, was der Plan war und wo man heute steht. Ich betrachtete mein Leben plötzlich von außen. Zusammen mit Mobbing im Job und dem drohenden Verlust meiner Wohnung führte das direkt in die Depression.
Ich ärgerte mich über mich selbst. Warum habe ich fast 10 Jahre an diese Person verschwendet? Warum bin ich nicht früher gegangen? Die Erinnerungen an die Kindheit kamen hoch, an den Missbrauch durch meinen Vater. Alles brach über mir zusammen. Und so führte mein Weg schließlich in die Klinik.
Es war ein langer Weg bis hierher, und er ist noch nicht zu Ende. Aber heute kann ich darüber schreiben.
Für Männer.
Hilfetelefon Gewalt an Männern
Sprachen: Deutsch (Anruf und Chat) und Türkisch (Telefon)
Telefonzeiten: Mo-Do von 8:00 bis 20:00 Uhr, Fr von 8:00 bis 15:00 Uhr
Chat-Zeiten: Mo-Do von 12:00 bis 15:00 Uhr, 17:00 bis 19:00 Uhr
Ich bin immer noch irgendwie sprachlos, sprachlos über die vielen wunderbaren Nachrichten, die mich an meinem Geburtstag erreicht haben, es war einfach zauberhaft, aber eine Nachricht hat mich wirklich total berührt. Es war nicht einfach nur ein Glückwunsch, es war etwas wunderbar Persönliches und es hat wirklich etwas bewegt in mir. Ich war wirklich sprachlos. Ich habe die Nachricht erst am Morgen danach gesehen, aber der Zauber hält inne. Danke dafür meine liebe Sabse 😊
Wenigstens manchmal habe ich lichte, bzw. schöne Momente, wie z. B. wenn ich diese Reportage über St. Pauli nach dem Krieg Bilder zeigt, die vom Gedanken wirklich schön sind. Ich werde jetzt immer wieder auch sowas posten, ich hoffe es gefällt Euch auch.
Ich will ehrlich zu euch sein: Ich strauchele. Den halben Tag habe ich heute verschlafen, den Rest der Zeit hing eine dunkle Wolke über mir. Und doch gab es diese kleinen Momente: Ich habe zweimal gelacht. Einfach nur, weil ich noch lebe, und weil mich unglaublich liebe Nachrichten erreicht haben. Diese kleinen Lichtblicke sind wichtig.
Aber wenn ich ganz tief in mich hineinhöre, weiß ich, worauf es hinausläuft. Ich werde wohl wieder in die Klinik gehen müssen. Weihnachten steht vor der Tür, und ich spüre, dass ich diese Zeit draußen allein vielleicht nicht überstehe.
Ist das ein Rückschritt? Nein. Es ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Stärke. Denn ich tue das nicht, weil ich aufgebe, sondern weil ich kämpfe. Ich denke an das Versprechen, das ich Dine gegeben habe. Und dieses Versprechen werde ich halten. Auch wenn der Weg dafür nochmal durch die Klinik führt.
„Glück kann man nicht teilen.“ Diesen Satz musste ich mir früher oft von meiner Ex-Partnerin anhören. Für mich war das schon immer unverständlich. Heute weiß ich: Es war keine allgemeine Wahrheit, sondern ihr persönliches Bekenntnis zur Missgunst. Sie konnte es schlicht nicht ertragen, wenn andere strahlten.
Gerade jetzt werde ich in meinem Leben auf die Probe gestellt. Während viele Bekannte aus meiner Therapiezeit wieder fest im Leben stehen, tolle Dinge unternehmen und die Weihnachtszeit genießen, kämpfe ich noch immer. Ich bin noch nicht „dort“. Vielleicht muss ich sogar zurück in die Klinik.
Doch wenn ich sehe, wie gut es den anderen geht, spüre ich keinen Neid. Ich spüre Hoffnung. Missgunst bedeutet laut Definition, „jemandem etwas nicht zu gönnen, was man selbst gerne gehabt hätte.“ Ja, ich hätte das auch gerne. Ich hätte gerne diese Leichtigkeit, diese „normalen“ Weihnachten, die ich früher nie hatte. Aber dass ich es (noch) nicht habe, hindert mich nicht daran, mich für jeden einzelnen zu freuen, der es geschafft hat.
Glück wird nicht weniger, wenn andere es haben. Es zeigt mir nur, dass der Weg aus dem Dunkeln möglich ist.
Könnt ihr euch mit anderen freuen, auch wenn ihr selbst gerade kämpft?