Der Tag ist gerettet. Heute treffe ich die wichtigste Frau in meinem Leben: Meine Tochter. Nach über einem Monat sehe ich sie endlich wieder. Allein das reicht, um die Welt heute etwas positiver zu sehen.
Jeder, der uns kennt, sagt: „Ein Klon“. Zum Glück hat sie nicht mein Aussehen geerbt (lach), dafür aber den Witz, den Charme und – ganz wichtig – eine ordentliche Portion Zynismus und schwarzen Humor. Wir haben letzte Nacht noch bis 1 Uhr Nachrichten ausgetauscht. Es ist nicht leicht für sie, ihren „Papa 2“ so zu sehen – den depressiven, kämpfenden Vater in der Klinik. So hat sie mich nicht kennengelernt. Aber ich gebe heute mein Bestes.
Wir machen es ganz spontan: Spazieren gehen, reden und guten Kaffee suchen. Wobei ich beim Thema Kaffee gerade Berlin und das Centro Italia vermisse – so einen guten Espresso hatte ich hier noch nicht. Ich freue mich darauf, ihr zuzuhören. Ihre Begeisterung für ihre Pläne ist ansteckend. Ich könnte mir ruhig eine Scheibe von ihrer positiven Art abschneiden. Ich bin einfach nur stolz auf sie, auch wenn ich leider einen großen Teil ihres Lebens verpasst habe.
P.S.: Und danke auch an mein „Berliner Töchterchen“ (meine beste Freundin). Danke für das letzte Jahr.