Die Geister der Weihnacht, Mrs. Sabbelina und ich

  1. Dezember 2025, BKH Augsburg. Alle Jahre wieder? Nein, aber dieses Jahr ist es soweit. Weihnachten in der Klapse. Ein Geschenk, das ich liebend gern umgetauscht hätte, aber der Bon ist abgelaufen.

Wenn ich ganz ehrlich bin, ist es besser so. Alleine „da draußen“ wäre das Risiko für fatale Kurzschlussreaktionen viel zu hoch gewesen. Also sitze ich hier und warte auf das Christkind – oder die Visite.

Um mich herum menschelt es gewaltig. Zu gewaltig. Es gibt hier eine Mitpatientin, ich nenne sie liebevoll „Mrs. Sabbelina“. Die Frau hat heute morgen um 6:00 Uhr schon ein Wortpensum erreicht, für das andere drei Tage brauchen. In solchen Momenten wünsche ich mir Bauschaum. Oder Noise-Cancelling-Kopfhörer. Oder beides. Ich kapsele mich ab. Die Charaktere hier sind sicher allesamt wertvolle Menschen, aber die Chemie stimmt für mich gerade gar nicht. Ich will nicht reden, ich will meine Ruhe.

Meine Fluchtburg ist der Film Die Muppets Weihnachtsgeschichte. Wenn Kermit und Miss Piggy die Geister der Weihnacht treffen, darf ich lachen und nachdenklich werden. Im Gegensatz zum Film, wo am Ende alles gut wird, ist mein Ende hier noch offen. Ich bleibe auf meinem Zimmer, schaue Muppets und hoffe, dass die Tage schnell vergehen.

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