So, es ist vollbracht. Heute Morgen habe ich beim Basketball mal eben 40 Minuten lang Körbe geworfen und mich dabei so verausgabt, dass mein Fuß endlich wieder weh tut. War ja auch kaum auszuhalten, dass der Schmerz dank der Akupunktur komplett weg war – wo bleibt da die Herausforderung? Aber man muss ja an seine Grenzen gehen. Immerhin: Die Skills sind noch da, nicht alles verlernt. Ganz nebenbei habe ich mich dann noch als Ersatztherapeut für zwei Mitpatienten betätigt. Ein bisschen Lob hier, ein bisschen Motivation da – zack, Gruppentherapie erfolgreich, hat uns allen vieren Spaß gemacht.
Den Soundtrack zum Elend (und zum Spaß) lieferten DJ OriginaleOle und Ahmet Kilic. Nachdem ich dann noch kurz klären musste, dass ich von Freitag auf Samstag tatsächlich legal zu Hause bin, ging es los: Einkaufsmarathon und Stream-Vorbereitung. Und natürlich – wie könnte es anders sein – hat irgendein glorreiches Windoofs-Update mal wieder meine Audio-Einstellungen komplett zerschossen. Wäre ja auch langweilig, wenn Technik einfach mal funktionieren würde. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.
Die wirkliche Krönung der Ankunft war dann aber der Kaffee: handgefiltert, frisch gemahlen aus wirklich guten Bohnen und veredelt mit guter Bayern-Milch. Man muss Prioritäten setzen. Die Heizung musste ich zwar kurzfristig hochjagen, aber dank Fritz! bin ich ja Herr über die Elemente.
Emotional? Naja. Immer noch etwas angeschlagen von der glorreich nicht angenommenen Liebe. Da macht man sich Mühe und dann… tja. Um es mit den Ärzten zu sagen: „Eines Tages werde ich mich rächen, ich werde die Herzen aller Mädchen brechen…“ Nein, mache ich natürlich nicht. Aber aufgeben? Ich? Am Arsch! Auf der Station haben wir jetzt tolle neue Patienten, es wird endlich richtig lustig und wir therapieren uns fröhlich gegenseitig – etwas abseits der Gruppe, versteht sich. Läuft.
Morgen kommt dann noch mein ROOOOOOOOOOOBERT zu Besuch… das kann ja nur „gut“ werden.
Ach ja, fast vergessen: Endlich wieder auf einer vernünftigen mechanischen Tastatur tippen und auf Monitore schauen, für die man keine Lupe braucht. Das Leben hat wieder einen Sinn. 🙂