Vom Verlieren im Kopf und Finden im Hier und Jetzt

Habt ihr euch mal gefragt, warum wir Menschen so oft unglücklich sind? Ich glaube, ich habe heute eine Antwort darauf gefunden: Weil wir uns in den eigentlich wichtigsten Momenten die falschen Gedanken machen.

Wie ich darauf komme? Ich war heute wieder mit dem Hund aus meiner Nachbarschaft spazieren. Während wir da so liefen, kreisten in meinem Kopf unendlich viele Gedanken: über die Zukunft, über mein Leben und darüber, was ich alles ändern kann und muss. Ich war gedanklich so weit weg, dass ich kaum dazu kam, die gemeinsame Zeit draußen einfach zu genießen.

Der Hund hingegen war völlig im Hier und Jetzt. Er hat unseren Spaziergang in vollen Zügen genossen und ist mich zwischendurch immer wieder fröhlich angesprungen. Rückblickend glaube ich fast, er wollte mich damit bewusst aus meinem Gedankenkarussell holen und mir zeigen: „Hey, ich bin hier! Genau jetzt bin ich dein Mittelpunkt. Lass den Rest mal los.“

Und ja, natürlich gibt es im Leben unzählige Momente, in denen wir uns ernsthaft Gedanken über unsere Zukunft machen müssen. Das gehört dazu. Aber es gibt eben auch diese anderen, so wertvollen Momente, die wir einfach an uns vorbeiziehen lassen, weil wir es nicht schaffen, den Kopf abzustellen und einfach nur zu genießen.

Das ist mir heute auf diesem Spaziergang – und in der langen Zeit, die hinter mir liegt – noch einmal ganz intensiv bewusst geworden.

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