Wenn der Größenwahn im Putzeimer landet

Es gibt Menschen, deren Selbstbewusstsein so aufgebläht ist, dass es eigentlich physikalisch unmöglich ist, dass sie durch normale Türrahmen passen. „Mrs. Sabbel“, die Frau, die das Konzept von Punkt und Komma für eine unverbindliche Empfehlung hält, hat wieder zugeschlagen. Die Szenerie: Mein neuer Kumpel L. (ein Lichtblick an schwarzem Humor in diesem Jammertal) beseitigt gerade heldenhaft das Erbrochene eines Mitpatienten. Der Auftritt der Diva: „Ja L., ich habe Dich schon gut erzogen…“. Applaus. Sie reklamiert die Kompetenz, Kotze wegzuputzen, als ihren pädagogischen Verdienst. Gleichzeitig warnt sie ihn vor mir: „Nimm Dir kein Beispiel an Ole, der ist nicht gut für dich.“ Stimmt. Ich bin nicht gut für Leute, die sich gerne bevormunden lassen. Mein Kommentar („Lass sie in der Illusion…“) führte zu Gelächter und ihrer Drohung, mich mit dem Besen zu verhauen. Ganz ehrlich: Seit sie sich hier einen Milchbubi zum persönlichen Sklaven abgerichtet hat, hält sie sich für die unangefochtene Königin der Station. Dabei ist sie nur eines: Eine akustische Umweltverschmutzung mit massiver Selbstüberschätzung.

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